à la baisse
Bezeichnet Spekulationen auf stark fallende Kurse.
Abandon
Abandon wird der Verzicht auf Leistungen (bzw. auch Gegenstände) gegen oder ohne Entgelt genannt, damit hierdurch eine Entbindung von (Zahlungs-) Verpflichtungen erfolgen kann.
Abgeld
Bei Optionsscheinen: Der in Prozent genannte Betrag, um welchen der Bezug der Aktie über den gekauften Optionsschein billiger ist, als ein direkter Kauf der Aktie (Gegenteil: Aufgeld). Bei Knock-out-Produkten: Bei Knock-out-Put Produkten entsteht ein Abgeld, da der Basiswert verkauft wird, aber nur ein Teil des Gesamtwertes sofort vereinnahmt wird. In diesem Fall fehlen die Zinseinnahmen. Das Abgeld gleicht diese Kosten allerdings wieder aus.
Abschlag
Auch: Kursabschlag
Bei Börsenkursen ergibt sich ein Abschlag durch die Subtraktion einer ausgeschütteten Dividende oder durch einen Wegfall eines Bezugsrechts vom aktuellen Kurswert der Aktie. Im ersten Fall entspricht ein Dividendenabschlag genau der Dividendenhöhe (die Kursnotiz erhält den Zusatz "ex D" oder "ex Div").
Im zweiten Fall entspricht der Bezugsrechtsabschlag dem Wert des Bezugsrechts vom Vortag (die Kursnotiz erhält den Zusatz "ex Br" oder "ex Bez").
absoluter Spread
Der absolute Spread drückt den Differenzbetrag zwischen Kaufkurs und Verkaufskurs aus und variiert insbesondere in Abhängigkeit vom Emittenten, dem Bezugsverhältnis, der Moneyness und der Volatilität am Optionsscheinmarkt bzw. an den Märkten der Basiswerte. (siehe auch homogenisierter Spread)
Absteigendes Dreieck
Diese Form der technischen Analyse weist auf einen bevorstehenden Kursrückgang hin. Hierbei liegen die Bottoms (Kurstiefpunkte) ungefähr auf selber Höhe. Die Tops (Kursspitzen) dagegen geben von Kursbewegung zu Kursbewegung immer mehr nach. Verbindet man jeweils die Top-und Bottom-Punkte mit einer Geraden, entsteht ein abwärts gerichtetes Dreieck.
Gegenteil: Aufsteigendes Dreieck
Abzinsungspapier
Englisch: Discount Paper
Abzinsungspapiere sind unverzinsliche Wertpapiere, bei denen beim Kauf, die für die gesamte Laufzeit zu zahlenden Zinsen vom Preis abgezogen werden. Die Rückzahlung am Ende der Laufzeit erfolgt dann zu 100% des Nennwertes. Gegenteil: Aufzinsungspapier
Ad hoc-Meldung
Kursbeeinflussende Unternehmensmeldungen werden von Aktiengesellschaften im Rahmen von ad hoc-Meldungen gemäß § 15 des Wertpapierhandelsgesetzes publiziert. Ad hoc-Meldungen sollen eine gleichmäßige Informationsversorgung aller Marktteilnehmer gewährleisten. Der Emittent von Wertpapieren, die zum Handel an einer inländischen Börse zugelassen sind, muss unverzüglich eine Neuigkeit veröffentlichen, wenn sie sich auf die Vermögens- und Finanzlage auswirkt und geeignet ist, die Börsenpreise der Wertpapiere erheblich zu beeinflussen. Für den Inhalt der Meldungen ist das jeweilige Unternehmen verantwortlich.
AEX
Aktienindex der Börse in Amsterdam
AG
Abkürzung für Aktiengesellschaft
Agio
Auch: Aufpreis
Das Aufgeld bei Wertpapieren bezeichnet die Differenz zwischen dem Nennwert eines Wertpapiers und dem tatsächlich zu zahlenden, höheren Kurs. Meist wird das Aufgeld als Prozentwert ausgedrückt.
Im Zusammenhang mit der Optionsschein-Bewertung wird der Begriff Agio verwendet. Dabei stellt das Agio die Kennzahl der Differenz dar, um wie viel teurer der Erwerb des Basiswertes durch Kauf des Optionsrechts, mit sofortiger Ausübung desselben, gegenüber dem direkten Erwerb des Basisobjektes ist.
Gegenteil: Abgeld
Airbag-Zertifikat
Zertifikat, das bis zu einer bestimmten Untergrenze Schutz vor Kapitalverlusten bietet, aber dennoch eine in der Regel unbegrenzte Partizipation an Kurssteigerungen des zugrunde liegenden Basiswerts gewährleistet. In Abhängigkeit von Faktoren wie Restlaufzeit, Dividendenrendite und Volatilität des Basiswerts kann es allerdings auch dazu kommen, dass der Anleger nicht zu 100 Prozent von Kurssteigerungen des Basiswerts profitiert.
Akkumulieren
Englisch: Accumulate, Buy Undervalued, Trading Buy, Long Term Buy
Auch: Aufstocken
Eine Aktie mit dem Analystenurteil akkumulieren besagt, dass diese sich in den nächsten Monaten wahrscheinlich besser als der vergleichbare Branchenindex entwickeln wird. Experten rechnen mit einem Kursanstieg von 10 % bis 25 %. Oftmals sprechen Analysten auch von unterbewerteten Titeln. Diese gelten quasi als "Schnäppchen", da sie im Vergleich zu anderen Aktien der Branche zu billig erscheinen. Anleger, die bereits im Besitz solcher Aktien sind, sollten ihren Bestand also aufstocken (aber nicht zu jedem Preis).
Aktienanalyse
Auch: Wertpapieranalyse
Die Aktienanalyse kann prinzipiell auf zwei Arten erfolgen:
1. Fundamentalanalyse:
Hier wird eine Aktiengesellschaft aufgrund von Kennzahlen bewertet. Wichtigste Größen sind hierbei die Profitabilität (Erträge), die Finanzkraft (Cash Flow, Zinsaufwendungen, etc.), Kurs-Gewinn-Verhältnis, Wachstumschancen und konjunkturelle, sowie fiskalpolitische Rahmenbedingungen. Mit diesen Informationen wird versucht, die Geschäftstätigkeit und deren Rentabilität zu prognostizieren und daraus Chancen auf Kursgewinne abzuleiten.
2. Technische Analyse, Chartanalyse, technische Wertpapieranalyse, technische Indikatoren:
Hier treten Unternehmenskennzahlen in den Hintergrund. Die so genannten Chartlisten orientieren sich an der graphischen Darstellung von historischen Kursverläufen und leiten aufgrund von Indikatoren und charttypischen Formationen, Aussagen über mögliche Kursentwicklungen für die Zukunft ab.
Aktienanleihen
Die Aktienanleihe, auch Equity Linked Bond genannt, ist eine spezielle Anleihenart, die mit einem hohen Coupon ausgestattet ist und deren Preisentwicklung an die Kursentwicklung eines der Anleihe zugrunde liegenden Basiswertes gebunden ist. Die bei Emission einer Aktienanleihe fixierten Rahmenbedingungen enthalten u.a. den Basiswert, den zugehörigen Basispreis, die Laufzeit, die Höhe des Zinscoupons und den Nennwert. Liegt der Kurs des Basiswertes am Stichtag unter dem festgelegten Basispreis, erfolgt die Rückzahlung durch Lieferung einer bestimmten Anzahl von Aktien. Die Tilgung von Indexanleihen erfolgt durch Lieferung von Indexzertifikaten, Fondsanteilen oder durch die Zahlung des aktuellen Indexstandes in Geld.
Aktienfonds
Die von einer Investmentgesellschaft oder Kapitalanlagegesellschaft verwalteten Vermögen, werden Aktienfonds genannt. Zumeist wird in diesen Investmentfonds das Kapital schwerpunktmäßig in Aktien angelegt.
Aktiengesellschaft
Abkürzung: AG
Eine Aktiengesellschaft besitzt als juristische Person eine eigene Rechtspersönlichkeit. Die Gesellschafter (Aktionäre) sind i. d. R. bei ihr nicht selbst aktiv tätig, sondern stellen mit ihren Einlagen nur das benötigte Kapital zur Verfügung. Eine Haftung der Aktionäre ist auf die Höhe der Einlage beschränkt, d. h. es besteht keine persönliche Haftung der Aktionäre.
Bei der Gründung der AG muss das Grundkapital mindestens 50.000 ? betragen.
Die Aktiengesellschaft ist die typische Rechtsform für Großunternehmen, da zur Deckung des großen Kapitalbedarfs sehr viele kleine Kapitalanteile emittiert werden und sich dadurch auch kleine Kapitalanleger an ihr beteiligen können.
Die Aktionäre bestimmen die Besetzung des Aufsichtsrats, der wiederum den Vorstand bestellt. Die Aktionäre entscheiden bei Hauptversammlungen über wichtige unternehmensrelevante Fragen wie Gewinnverwendung, Entlastung des Aufsichtsrats und des Vorstands sowie über etwaige Kapitalerhöhungen, Fusionen etc.
Aktienindex
Ein Aktienindex ist eine Kennzahl für die Kursentwicklung des Aktienmarktes insgesamt und/oder einzelner Aktiengruppen (z. B. DAX30). Aktienindizes sollen den Kapitalanlegern eine Orientierungshilfe für die Tendenz am Aktienmarkt bieten. Ein Index errechnet sich aus einer gewogenen Meßzahl für die durchschnittliche Entwicklung der Aktiengesellschaften, die im jeweiligen Index enthalten sind. Aktienindizes gibt es als Kursindex und als Performance-Index. Wichtige Aktienindizes in Deutschland sind der während der Börsenzeit permanent ermittelte DAX, der Index der Börsenzeitung oder auch der FAZ-Aktienindex. Bei den US-Indizes sind der Dow Jones Index, sowie der S & P 500 interessant, in Japan der Nikkei-Index.
Aktienoptionsschein
Als Basisinstrument für den Optionsschein liegt hier eine Aktie zugrunde. Es gibt Call-Optionsscheine und Put-Optionsscheine. Daneben unterscheidet man zwischen Optionsscheinen, die im Zusammenhang mit einer Emission von Optionsanleihen auf den Markt kommen und den sogenannten Covered Warrants.
Aktien-Plus-Neuemission
Aktionäre eines Unternehmens können sich an den durch das Unternehmen herausgegebenen Neuemisionen beteiligen (bevorzugte Zuteilung).
Aktiensplit
Englisch: Stock Split
Auch: Split, Splitting
Der Aktiensplit ist die Aufteilung einer Aktie in zwei oder mehrere Anteile. Er dient vor allem der optischen Verbilligung und damit der Verbesserung der Handelbarkeit der jeweiligen Aktien. Der Anteil, den der einzelne Aktionär an dem Unternehmen hält ist vor und nach dem Aktiensplit unverändert, da er lediglich eine höhere Anzahl von Aktien als vor den Split erhält, den das Vermögen der Gesellschaft verteilt sich dann auf mehr Aktien als vorher.
Aktionär
Englisch: Shareholder, Stockholder
Auch: Anteilseigner
Der Inhaber von Aktien wird als Aktionär bezeichnet. Er besitzt bestimmte Mitgliedschaftsrechte, die im Aktiengesetz im Einzelnen geregelt sind. Zu seinen wichtigsten Rechten zählen das Recht zur Teilnahme an der Hauptversammlung, das Stimmrecht und bestimmte Auskunftsrechte.
Der Aktionär hat ferner Anspruch auf einen Anteil am Unternehmensgewinn, soweit dieser nicht nach Gesetz, Satzung (z. B. Pflicht zur Rücklagenbildung) oder durch den Beschluss der Hauptversammlung (HV) von der Verteilung auf die Aktionäre ausgeschlossen ist. Einen direkten Einfluss auf die Geschäftsführung der Gesellschaft hat der Aktionär nicht. Er kann aber über bestimmte Fragen der Geschäftsführung vom Vorstand zu einer Mitentscheidung in der HV aufgefordert werden.
Seine Mitgliedschaft erwirbt er durch Zeichnung oder Kauf der Aktien, durch Verkauf der Anteile gibt er sie wieder auf. Für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft haftet er nur mit seiner Einlage.
Aktionärsbrief
In regelmäßigen Abständen erscheinende Mitteilung einer Aktiengesellschaft an die Aktionäre, die Aufschluss über den bisherigen, aber auch über den zu erwartenden Geschäftsverlauf gibt.
Aktiva
Aktiva werden die einer Firma zur Verfügung stehenden Vermögenswerte genannt. Sie bestehen aus - Anlagevermögen und - Umlaufvermögen.
Akzept
Gezogener Wechsel, der vom Bezogenen (dem Hauptschuldner) akzeptiert, das heißt angenommen worden ist. Dadurch tritt zu der Zahlungsanweisung eine Zahlungsverpflichtung des Bezogenen. Das Gegenstück zum Akzept ist die Tratte, die keine Unterschrift des Bezogenen enthält.
Man unterscheidet zwischen verschiedenen Arten des Akzeptes: Kurz- und Vollakzept, Teilakzept (der Bezogenen verpflichtet sich nur für einen Teilbetrag des im Wechsel genannten Gesamtbetrages) und Avalakzept (Aval).
All Time High
Amerikanischer Begriff, der den historisch höchsten Kurs eines Wertpapiers, eines Index, einer Ware, eines Futures oder einer Währung bezeichnet.
All Time Low
Gegensatz zu All Time High. Das All Time Low bezeichnet das niedrigste Kurs- oder Preisniveau aller Zeiten.
Allianz
Man spricht von einer (strategischen) Allianz, wenn zwei oder mehrere Unternehmen langfristige Kooperationsverträge eingehen, zur Verfolgung eines gemeinsamen Zieles (zum Beispiel: Bearbeitung eines gemeinsamen Marktes, was für nur ein Unternehmen mit zu hohen Aufwendungen verbunden wäre).
Alpha Faktor
Das Alpha eines Fonds bringt die risikobereinigte Performance zum Ausdruck. Das heißt, es werden die Wertentwicklungen erklärt, die unabhängig vom Marktrisiko und der Marktbewegung sind.
Altaktionär
Unter Altaktionäre versteht man Anteilseigner eines Unternehmens, die vor einem Vorgang, der die Aktionärsstruktur verändert hat (z. B. Kapitalerhöhungen, Neuemissionen), bereits Aktien des Unternehmens gehabt haben.
Alte Aktien
Alte Aktien notieren meist über dem Kurs von jungen Aktien (neu herausgegebenen Aktien) und sind voll dividendenberechtigt.
Am Geld
Eine Option wird als "am Geld" bezeichnet, wenn ihr Basispreis mit dem Kursniveau des Basiswertes identisch ist.
Bei einer Kaufoption auf den S&P500 mit einer Basis von 1.200 Punkten ist die Option am Geld, wenn der S&P500 bei 1.200 Punkten notiert.
American Depositary Receipt
Abkürzung: ADR
Von bedeutenden US-amerikanischen Banken ausgestellte handelbare Aktienzertifikate, über bei ihnen hinterlegte nicht-amerikanische Aktien. ADR werden meist im Verhältnis 1:1 für 100 Stück Auslandsaktien, aber auch für weniger ausgestellt. Sie dienen zur Erleichterung, Verbilligung und Beschleunigung des Handels.
Aufgrund bestimmter Börsenhandelsvorschriften lassen sich ausländische Aktien teilweise nur in solcher Form an den US-Börsen handeln.
American Stock Exchange
Abkürzung: AMEX, ASE
Neben der NYSE (New York Stock Exchange) ist die AMEX eine der bedeutendsten US-Wertpapierbörsen, mit Sitz in New York. Bis 1921 trug sie den Namen New York Curb Exchange.
Die AMEX befasst sich hauptsächlich mit dem Handel von an der Hauptbörse nicht zugelassenen Wertpapieren. Häufig ist die Einführung der Aktien einer Gesellschaft an der AMEX die Vorstufe zur Zulassung an der NYSE.
Amerikanische Option
Option, die jederzeit bis zum bzw. am Verfallsdatum ausgeübt werden kann.
AMEX
Abkürzung für American Stock Exchange.
Amortisation
Tilgung eines geschuldeten Betrages nach einem im Voraus festgelegten Tilgungsplan.
Amtliche Notierung
Die amtliche Notierung ist die Kursnotierung, der zum Amtlichen Handel zugelassenen Wertpapiere. Um zum Amtlichen Handel zugelassen zu werden, müssen die Wertpapiere bestimmte Bedingungen erfüllen, wie z. B. die Veröffentlichung eines Prospekts und der jährlichen Bilanz.
Die Kursfestsetzung erfolgt während der Handelszeit durch die sog. Kursmakler und wird im amtlichen Kursblatt der Börse bzw. auch in der Tagespresse und anderen Medien veröffentlicht.
Amtliche Notiz
Dies ist die Festsetzung eines amtlichen Börsenkurses durch den Börsenvorstand, der diese Aufgabe aber auch auf einen Kursmakler übertragen kann.
Amtlicher Handel
Auch: Amtlicher Markt
Er findet während der Präsenzbörse an den deutschen Wertpapierbörsen statt und wird von amtlichen Maklern abgewickelt, die ebenfalls die Kurse ermitteln.
Um zum Amtlichen Handel zugelassen zu werden, muss eine Aktiengesellschaft hohe Eintrittsbarrieren überwinden. So ist z. B. eine Mindestgröße des Aktienkapitals erforderlich. Ferner unterliegen die Aktiengesellschaften des Amtlichen Handels strengen Publizitätspflichten.
Amtliches Kursblatt
Das amtliche Kursblatt ist ein offizielles Presseorgan, in dem an jedem Börsentag die festgesetzten Kurse veröffentlicht werden.
Analyst
Aktienexperte, der unter Zuhilfenahme der technischen Wertpapieranalyse und/oder der Fundamentalanalyse die gegenwärtige Situation, aber auch die Perspektiven einer Aktiengesellschaft untersucht und daraus die mögliche Kursentwicklung abzuleiten versucht.
Andienungspreis
Englisch: Delivery Price
Ist bei einem Future die Andienung (Lieferung) fällig, so hat der Future-Besitzer entweder das Basisgut in natura zu liefern oder gegen Barausgleich den Future abzudecken. Der zu zahlende Preis, der Andienungspreis, wird je nach Basisgut aufgrund fester Formeln ermittelt.
Andienungsrecht
Das Andienungsrecht steht für die Sicherheit des Käufers, dass der Verkäufer jederzeit in der Lage ist, während der Laufzeit der Optionen, die versprochene Ware zu liefern.
Anlagepolitik
Festlegung der einzusetzenden Instrumente zur Realisierung der Anlageziele. Dazu gehören: Auswahl der Wertpapiere, Timing, Steuerung der Barreserve, Absicherung gegen Kursverluste. Die Anlagepolitik hat die Vorschriften des KAGG zu beachten.
Anlageprodukte
Produkte, deren Verlustrisiko per Fälligkeit dem Basiswert meist gleichwertig oder geringer ist.
Anlagevermögen
Zum Anlagevermögen zählen Teile des Vermögens einer Unternehmung, die nicht zur Veräußerung bestimmt sind. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme ist in der Regel in der Industrie erheblich höher als im Handel.
Nach dem Bilanzrecht gehören zum Anlagevermögen nur die Gegenstände, die bestimmt sind, dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu dienen.
Zusammensetzung des Anlagevermögens:
1. Immatrielle Vermögensgegenstände: Z. B. Konzessionen, Firmenwert, geleistete Anzahlungen,
2. Sachanlagen: Z. B. Grundstücke und Bauten, technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung,
3. Finanzanlagen: Z. B. Beteiligungen, Wertpapiere des Anlagevermögens.
Anlagezertifikat
Anlagezertifikate sind Wertpapiere, welche die Teilnahme an der Kursentwicklung der entsprechenden Basiswerte (z.B. Aktien oder Indizes) verbriefen. Diese Produkte sind in der Regel nicht risikoreicher als ein Direktinvestment in den jeweiligen Basiswert und bedienen durch ihre vielfältigen Ausgestaltungen die Bedürfnisse aller Anlegertypen. Anlagezertifikate sind in ihrer Laufzeit begrenzte oder unbegrenzte, von Banken begebene Anleihen ohne laufende Erträge und mit einem definierten Rückzahlungsbetrag, der an den Kurs von einem oder mehreren Basiswerten gekoppelt ist.
Anlagezielfonds
Diese Fonds der standardisierten Vermögensverwaltung sind im Hinblick auf eine bestimmte Zielsetzung mit unterschiedlichem Risikograd ausgestattet.
Mögliche Zielsetzungen, auf die Anlagezielfonds ausgerichtet sind:
- Vermögensaufbau
- Vermögensanlage
- Vermögensmanagement
Anleihe
Englisch: Loan
Auch: Obligation, Bond, Debenture, Schuldverschreibung
Bezeichnung für alle festverzinslichen Schuldverschreibungen und vorgeschriebener (meist längerer) Laufzeit sowie vertraglich fixierter Tilgung. Anleihen dienen der Finanzierung von langfristigen Krediten. Der Gesamtbetrag einer Anleihe ist gestückelt in Teilbeträge von mindestens 100 ? oder einem Vielfachen davon.
Anleihearten
Unterschiedliche Anleihen werden von folgenden Emittenten ausgegeben:
- Öffentliche Anleihen sind Anleihen der Öffentlichen Hand (z. B. Bund, Bundesländer, Städte).
- Schuldverschreibungen stammen meist von Kreditinstituten mit Sonderaufgaben (z. B. Kreditanstalt für Wiederaufbau).
- Kommunalobligationen bzw. Pfandbriefe stammen von Kommunal- und Realkreditinstituten des öffentlich-rechtlichen Sektors (z. B. Landesbanken).
- Industrieanleihen werden von Unternehmen emittiert.
- Auslandsanleihen stammen von ausländischen Emittenten (Staaten, Großstädte, Unternehmen) und können entweder auf Euro (Euro-Auslandsanleihen) oder andere Währungen (Fremdwährungsanleihen) lauten.
Anleihen des Bundes
Die öffentliche Hand bedient sich zur Finanzierung ihres Kapitalbedarfs einer Reihe von Kapitalmarktinstrumenten. Dazu zählen die öffentlichen Anleihen des Bundes (d.h. der Bundesrepublik Deutschland), seiner Sondervermögen (z.B. Deutsche Bahn) sowie die von den Gebietskörperschaften (Bundesländer, Städte und Gemeinden) begebenen Anleihen. Der Bund begibt neben Bundesanleihen (Laufzeit zwischen 10 bis 30 Jahre), Bundesobligationen (Laufzeit ca. 5 Jahre) und Bundesschatzanweisungen (Laufzeit bis ca. 2 Jahre) auch Bundesschatzbriefe sowie Finanzierungsschätze. Die beiden letztgenannten Anleiheformen werden nicht an der Börse gehandelt. (siehe auch Euro-Staatsanleihen).
Annuität
Bei der Annuität handelt es sich um einen gleichen pro Jahr zu zahlenden Betrag, der zur Zahlung der Zinsen und Tilgung einer Kapitalschuld notwendig ist.
Anteilsschein
1. Siehe Aktie
2. Auch: Investmentzertifikat, Fondsanteil
Ein Anteilsschein ist der verbriefte Anteil an einem Fonds einer Investmentgesellschaft. Die Bewertung des Anteilsscheins ergibt sich aus dem Wert der Aktien und aus sonstigen Werten (z. B. festverzinsliche Wertpapiere, Optionen), die dieser Fonds in seinem Portfolio besitzt.
Anteilumlauf
Bezeichnet die Anzahl aller sich im Umlauf befindenden Fondsanteile. Diese Anzahl ändert sich bei jeder Kauf- und Verkaufstätigkeit der Bank, die das Fondsdepot verwaltet.
aoHV
Abkürzung für außerordentliche Hauptversammlung.
APEC
Abkürzung für Asiatisch-Pazifisches Wirtschaftsforum.
Aquisition
Englische Bezeichnung für den Kauf von Unternehmen bzw. Unternehmensteilen.
Arbitrage
Arbitrage beschreibt das Ausnutzen von Preisdifferenzen eines Wirtschaftsgutes. Bei Wertpapieren profitiert der Arbitrageur von Preisunterschieden an verschiedenen Börsen. Durch die hohe Markttransparenz und Realtime-Kurse wird es bei Aktien jedoch zunehmend schwerer, massive Kursdifferenzen auszunutzen. Arbitragegewinne lassen sich vor allem erzielen, wenn hektische Kursveränderungen eines Marktes von anderen Marktteilnehmern noch nicht sofort nachvollzogen werden. Je nach Art der Börsenwerte wird unterschieden nach Devisen-, Sorten-, Effekten-, Wechsel-, Edelmetall- und Warenarbitrage.
Arranger
Auch: Arrangeur
Arranger ist die Bezeichnung für den Konsortialführer bei Kredit- oder Emissionskonsortiums. Er ist für die Dokumentation und den Platzierungsmechanismus verantwortlich. Arranger ist mit dem Lead Manager einer internationalen Anleihe vergleichbar.
Arrondieren
Wenn die vorhandende Anzahl eines bestimmten Wertpapiers durch Zu- oder Verkauf auf eine glatte (runde) Stückzahl gebracht wird, bezeichnet man dies als arrondieren.
ASE
Abkürzung für American Stock Exchange.
Asiatische Option
Auch: Average Rate Option.
Bezeichnung für eine Optionsvariante, deren Wert sich - im Gegensatz zur Europäischen Option und zur Amerikanischen Option - nicht durch den aktuellen Kurs (Preis) des Basistitel am Tag der Ausübung, sondern durch den Durchschnittskurs (-preis) des Basiswerts - bezogen auf einen bestimmten Zeitraum - ergibt.
Asiatisch-Pazifisches Wirtschaftsforum
Abkürzung: APEC
Mitglieder der APEC sind, außer der EU, alle Industrieländer und Schwellenländer. In 1996 betrug die zusammengenommene Wirtschaftskraft der Gruppe rund 22 Billionen Dollar, das entspricht die Hälfte der Weltwirtschaft und 40 % des globalen Handels.
Aber im Gegensatz zu der EU ist kein Binnenmarkt oder eine politische Union mit gemeinsamen Organen vorgesehen. Ziel ist eine pazifische Freihandelszone spätestens im Jahr 2020, doch gibt es bei einigen Themen, wie Menschenrechte oder Umweltstandards noch Uneinigkeiten.
Initiiert wurde die APEC 1989 als pazifisches Gegenstück zur OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) von Australien, das sich für dauerhaftes Wachstum und engere wirtschaftliche Zusammenarbeit im Pazifik engagiert.
Ask
Englische Bezeichnung für Briefkurs.
Gegenteil: Bid
Asset Allocation
Grundlage der Asset Allocation ist die Anlage des Investmentbetrags gemäß der Anlagepräferenzen des Investors. Dabei wird in unterschiedliche Wertpapiere und Länder investiert. Es wird zwischen Anlageobjekten wie Aktien, Renten, etc. unterschieden.
Wesentlich ist dabei der Anlagefokus nach kurz-, mittel- und langfristiger sowie nationaler und internationaler Allokation. Durch die Mischung soll neben einer Reduktion des Anlagerisikos eine höhere Rendite erwirtschaftet werden.
Asset Backet Finanzierung
Auch: Asset Backet Securities
Als Asset Backet Finanzierung wird eine Unternehmensfinanzierung in Form von Forderungsverkauf bezeichnet. Hierbei werden die Forderungen des Unternehmens an eine, speziell für diesen Zweck gegründete, Finanzierungsgesellschaft verkauft.
Die Finanzierungsgesellschaft (eine Einzweck oder Single Purpose Company) refinanziert sich durch Ausgabe von Wertpapieren (z. B. Anleihen). Diese sind durch den erworbenen Forderungsbestand gedeckt.
Für Unternehmen und Anleger stellen Asset Backet Finanzierungen eine interessante Alternative auf dem Kapitalmarkt dar.
Asset Management
Asset Management bedeutet Vermögensverwaltung und ist ein lukratives Geschäftsfeld der Banken.
Assets
Englische Bezeichnung für Vermögenswerte (Aktiva).
Gegenteil: Liabilities
Association of International Bond Dealers
Abkürzung: AIBD
Die AIBD war der Vorgänger der ISMA.
At the market
Ein Kauf oder Verkauf "at the market" bezeichnet eine sofortige, zum bestmöglichen Preis auszuführende Order. Der entsprechende Kauf- oder Verkaufsauftrag hierfür wird als "Market Order" bezeichnet.
Attentismus
Attentismus beschreibt eine Marktsituation, bei der die Anleger in der Hoffnung auf günstigere Kurse mit ihren Investitionen abwarten.
ATX
Abkürzung für Austrian Traded Index.
Der ATX repräsentiert die Kursentwicklung des elektronischen Fliesshandels der Wiener Börse und bildet die Basis, für die an der Wiener Börse gehandelten Options- und Future-Kontrakte. Einmal jährlich im Dezember findet eine Überprüfung der Zusammensetzung dieses Index statt. Es können jeweils nur zwei Werte gestrichen bzw. hinzugefügt werden. Aufnahmekriterien sind Notierung im Fliesshandel und Börsenumsatz. Der Startwert des ATX lag am 02.01.1991 bei 1.000 Punkten.
ATX 50
Dieser Index umfasst die 50 wichtigsten Aktien in Österreich. Die Kriterien für die Aufnahme in diesen Index sind eine Marktkapitalisierung von mind. 14,5 Mio. Euro; die Umsätze müssen mind. 0,025 % des gesamten Aktienhandels an der Börse betragen und das Papier muss pro Jahr an mehr als 90 Tagen an der Börse gehandelt werden.
Es wird ferner unterschieden zwischen dem ATX 50, der den Preisindex bezeichnet und dem ATX 50P, als so genannter Performance-Index. Der Startwert betrug am 31.10.1995 462,49 Punkte. Siehe auch ATX.
ATX MidCap
Der ATX MidCap beinhaltet die Werte des ATX 50 abzüglich der Werte, die im ATX verzeichnet sind. Dieses Marktsegment beinhaltet die Aktien, deren Börsenkapitalisierung maximal 545 Mio. Euro beträgt.
Am 31.10.1995 betrug der Startwert dieses Index 308,33 Punkte.
Aufgeld
Auch: Aufpreis
Das Aufgeld bei Wertpapieren bezeichnet die Differenz zwischen dem Nennwert eines Wertpapiers und dem tatsächlich zu zahlenden, höheren Kurs. Meist wird das Aufgeld als Prozentwert ausgedrückt.
Im Zusammenhang mit der Optionsschein-Bewertung wird der Begriff Agio verwendet. Dabei stellt das Agio die Kennzahl der Differenz dar, um wie viel teurer der Erwerb des Basiswertes durch Kauf des Optionsrechts, mit sofortiger Ausübung desselben, gegenüber dem direkten Erwerb des Basisobjektes ist.
Gegenteil: Abgeld
Aufgeld p. a.
Das Aufgeld p. a. gibt beim Vergleich diverser Optionsscheine einen Hinweis darauf, um wie viel Prozent der Basiswert auf jährlicher Basis bis zur Fälligkeit des Optionsscheines steigen bzw. fallen muss, damit vom Investor keine Verluste erlitten werden.
Durch diese Standardisierung relativiert sich das üblicherweise verhältnismäßig hohe Aufgeld von Optionsscheinen mit langer Restlaufzeit und es können Optionsscheine unterschiedlicher Restlaufzeiten miteinander verglichen werden. Beim Vergleich verschiedener Optionsscheine stellt das Aufgeld p. a. eine dem Aufgeld überlegene Bewertungskennzahl dar.
Aufsichtsrat
Abkürzung: AR
Der Aufsichtsrat ist ein gesetzlich vorgeschriebenes Kontrollorgan einer Aktiengesellschaft (AG). Dieser greift selbst nicht in die Geschäftsleitung ein, dient aber zur Überwachung und Beratung des Vorstandes, der von ihm auch eigenständig eingesetzt wird. Mindestens einmal im Jahr muss eine Aufsichtsratssitzung stattfinden.
Aufsteigendes Dreieck
Diese Formation der technischen Analyse weist auf einen bevorstehenden Kursanstieg hin. Die Tops (Kursspitzen) bleiben dabei ungefähr auf gleicher Höhe, wogegen die Bottoms (Kurstiefpunkte) von Kursbewegung zu Kursbewegung höher liegen. Verbindet man jeweils die Tops und die Bottoms mit einer Linie, so entsteht ein aufwärts gerichtetes Dreieck. Wenn man nun am ersten Top einen Strich zur unteren Geraden zieht, dann kann man erkennen, wie hoch der zu erwartende Kursanstieg ausfällt.
Gegenteil: Absteigendes Dreieck
Auftragsstimmrecht
Auch: Depotstimmrecht, Vollmachtsstimmrecht
Jeder Aktionär kann einen Dritten (Kreditinstitut, geschäftsmäßigen Aktionärsvertreter, etc.) dazu bevollmächtigen, sein Stimmrecht in der Hauptversammlung auszuüben. Vielfach bevollmächtigen die Aktionäre zweckmäßigerweise ihre Depotbank zur Ausübung des Stimmrechts.
Aufwertung
Die Heraufsetzung des Außenwertes einer Währung, gemessen an anderen im Verhältnis stehenden Währungen im internationalen Handels-/ Zahlungsverkehr, bezeichnet man als Aufwertung.
Gegenteil: Abwertung
Aufzinsungspapier
Wertpapier, das zum Nennwert emittiert wird, dass aber nicht laufend verzinst wird, sondern dessen Rückzahlungsbetrag, neben dem Kapitalbetrag, auch Zinsen und Zinseszinsen enthält. Die Rückzahlung erfolgt meist nach einer fest vereinbarten Laufzeit. Die Höhe des Zinssatzes wird zum Emissionszeitpunkt festgelegt.
Gegenteil: Abzinsungspapier
Auktionsverfahren
Bei diesem Preisfindungsverfahren können interessierte Anleger bei ihrer Zeichnung, ähnlich einer normalen Auktion, ein Preisangebot abgeben. Nach Ablauf der Zeichnungsfrist wird dann, auf Basis aller abgegebenen Gebote, der Emissionspreis nach den üblichen Kursfeststellungsregeln der Börse ermittelt.
Alle Zeichnungsaufträge werden nach der Höhe der Gebote sortiert. Der Emissionspreis wird so festgelegt, dass alle Gebote, vom Höchsten angefangen, eine Zuteilung erhalten, bis das Emissionsvolumen aufgebraucht ist. Der Preis, der zuletzt Aktien zugewiesen bekommt, ist dann der Emissionspreis. Alle Anleger, deren Gebot über dem Emissionspreis liegt, werden zu 100 % bedient. Investoren, die genau den Emissionspreis geboten haben, werden zu einem bestimmten Zuteilungsverhältnis bei der Emission berücksichtigt.
Aus dem Geld
Siehe Out of the Money
Ausgabeaufschlag
Kosten, die beim Erwerb von Investmentfonds zusätzlich anfallen. Die Höhe dieser einmaligen Gebühr ist in den Vertragsbedingungen des jeweiligen Fonds festgelegt.
Ausgabekurs
Der Preis, zu dem Wertpapiere neu ausgegeben werden, wird als Ausgabekurs bezeichnet. Bei Anteilsscheinen, die von Kapitalanlagegesellschaften ausgegeben werden (z. B. Wertpapierfonds, offene Fonds) richtet sich der Ausgabekurs nach dem Wert des Fondsvermögens pro Anteil. Der Ausgabekurs wird börsentäglich ermittelt und in der Wirtschaftspresse veröffentlicht.
Ausgeloste Short Position
Options Short Position, die zur Ausübung ausgelost worden ist, für die aber noch keine Lieferung stattgefunden hat.
Auslosung
Zufallsverfahren, durch das die Börse diejenigen Optionsverkäufer bestimmt, die ihren eingegangenen Verpflichtungen nachkommen und somit den Basiswert liefern bzw. entgegennehmen müssen.
Auslosungsanzeige
Mitteilung an den Stillhalter, dass seine Option zur Ausübung ausgelost worden ist.
Ausschüttender Fonds
Ein Fonds, bei dem die Erträge (Dividenden, Zinsen und Veräußerungsgewinne) einmal jährlich an den Anteilsinhaber ausgeschüttet werden.
Ausschüttung
Bei Fonds und ETFs werden zwischen thesaurierenden und ausschüttenden Produkten unterschieden. Bei thesaurierenden Fonds werden die Erträge wie Zinsen und Dividenden nicht ausbezahlt, sondern direkt im Fondsvermögen wieder angelegt. Bei ausschüttenden Fonds werden die Erträge an die Anleger ausbezahlt.
Außerbörslicher Wertpapierhandel
Wertpapierhandel, der außerhalb der Börsen im vor- und nachbörslichen Handel praktiziert wird. Der außerbörsliche Wertpapierhandel findet in erster Linie zwischen Banken sowie Banken und Versicherungsgesellschaften der anderen institutionellen Kapitalanlegern statt.
Außerordentliche Hauptversammlung
Abkürzung: aoHV
Hauptversammlung im Sinne des §§ 92 Abs. 1, 122 Abs. 1 AktG. Sie wird vom Vorstand einberufen, wenn ein Verlust in Höhe von mindestens der Hälte des Grundkapitals im Rahmen einer Bilanzaufstellung festgestellt wurde. Nach § 122 Abs. 1 AktG haben auch die Aktionäre das Recht eine aoHV einzuberufen, wenn dies mind. 20 % der Aktionäre verlangen.
Aussetzung
Die Aussetzung der Kursnotierung ist ein zeitlich beschränktes Aussetzen (Pausieren) des Wertpapiers vom Handel, beim Eintreten von plötzlichen Ereignissen, die überdurchschnittlich starke Schwankungen des Börsenkurses zur Folge haben oder haben können. Die Aussetzung dient zum Schutze der Anleger.
Siehe auch Einstellung.
Ausstehendes Volumen
Englisch: Open Interest
Das ausstehende Volumen gibt betragsmäßig an, wie viele Positionen eines bestimmten Kontraktes noch von den Marktteilnehmern gehalten werden.
Austrian Traded Index
Siehe ATX
Ausübungsanzeige
Ankündigung des Optionsinhabers, dass er die Absicht hat, von seinem Optionsrecht Gebrauch zu machen, d. h. seine Kontrakte auszuüben. Für den Inhaber von Calls (Puts) bedeutet dies, dass er die Clearingstelle über seine Absicht informiert, den Basiswert zu kaufen (verkaufen).
Ausübungslimit
Maximale Anzahl Optionskontrakte derselben Optionsklasse, die ein Marktteilnehmer innerhalb einer bestimmten Zeitspanne ausüben darf.
Average Rate Option
Siehe Asiatische Option